Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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Classification
Oberste Bundesbehörde
Jurisdiction
Germany (DE)
Tags
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ, Entwicklungszusammenarbeit, Entwicklungspolitik, Entwicklungshilfe, Entwicklungshilfeministerium
Description
Leitung des Ministeriums Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird von Bundesminister Dirk Niebel, der Parlamentarischen Staatssekretärin Gudrun Kopp und dem beamteten Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz geleitet. Aufgaben des Ministeriums Zu Beginn des 21. Jahrhunderts hat sich – auch unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September 2001 – die Rolle der Entwicklungspolitik verändert. Entwicklungszusammenarbeit wird heute als globale Struktur- und Friedenspolitik verstanden. Sie soll helfen, Krisen und Konflikte friedlich zu bewältigen. Sie soll helfen, die knappen Ressourcen gerechter zu verteilen und unsere Umwelt auch für die nächsten Generationen zu bewahren. Und sie soll helfen, die weltweite Armut zu verringern. Schwerpunkte der deutschen Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit soll Menschen die Freiheit geben, ohne materielle Not selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten. In diesem Sinne will die deutsche Bundesregierung mit ihrer Entwicklungspolitik dazu beitragen, dass Globalisierung zu einer Chance für alle Menschen wird. Deutsche Entwicklungszusammenarbeit wird sich künftig vor allem auf die Sektoren Bildung, Gesundheit, ländliche Entwicklung, gute Regierungsführung und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung konzentrieren. Leitprinzip ist dabei der Schutz der Menschenrechte. Aus dem Koalitionsvertrag, der Basis für das Handeln der Bundesregierung ist, ergeben sich für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit sechs Schwerpunkte: 1. Armut nachhaltig bekämpfen Ziel der internationalen und auch der deutschen Entwicklungspolitik ist, die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen, in deren Mittelpunkt die Verminderung der Armut steht. Für die deutsche Bundesregierung ist dabei die Bekämpfung der Bildungsarmut ein besonders wichtiger Aspekt. 2. Strukturdefizite abbauen In den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und in den Strukturen der internationalen Gemeinschaft will die Bundesregierung gute Regierungsführung fördern. Sie wird sich unter anderem dafür einsetzen, Agrarexportsubventionen abzubauen und die seit 2001 laufenden WTOVerhandlungen der Doha-Runde entwicklungsförderlich abzuschließen. Innerhalb der Bundesregierung, in der Europäischen Union und in internationalen Organisationen will die deutsche Entwicklungspolitik mehr Kohärenz für Entwicklung erreichen. Entwicklungspolitik ist globale Strukturpolitik. Sie fördert globale öffentliche Güter wie Klimaschutz, die Bewahrung der Umweltressourcen und Sicherheit. 3. Engagement der Zivilgesellschaft stärken Das Engagement der Zivilgesellschaft soll unterstützt und entwicklungspolitisch genutzt werden – sowohl in den Partnerländern als auch in Deutschland. 4. Das Engagement der Wirtschaft entwicklungspolitisch stärker nutzen Es gibt keine nachhaltige Entwicklung ohne nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Die deutsche Regierung wird das Engagement der Wirtschaft künftig noch stärker in ihre Entwicklungszusammenarbeit einbeziehen. Sie wird unter anderem gesellschaftlich verantwortungsvolle Unternehmensführung (Corporate Responsibility) fördern und Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft (Public Private Partnerships) ausbauen. Als besonders wichtiges Instrument für Hilfe zur Selbsthilfe wird die Bundesregierung Mikrofinanzkredite fördern. 5. Die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit stärken Deutschland wird die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit weiter steigern und die Erklärung von Paris und den Aktionsplan von Accra umsetzen. Durch organisatorische und strukturelle Reformen wird die Bundesregierung die Wirksamkeit der deutschen Entwicklungspolitik erhöhen. Sie hat mit der Reform von GTZ, DED und InWEnt begonnen, die zu einer gemeinsamen Organisation der Technischen Zusammenarbeit führen wird. Die Bundesregierung wird die Vielfalt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in partnerschaftlicher Weise bewahren und ihre Effizienz steigern. 6. Die Sichtbarkeit verbessern Erfolgreiche Entwicklungspolitik braucht die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Daher muss die Wahrnehmung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit verbessert werden. Dazu wird das BMZ die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit stärken. Siehe http://www.bund.de/DE/Behoerden/B/BMZ/Bundesministerium-fuer-wirtschaftliche-Zusammenarbeit-und-Entwicklung.html

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